Designprozess von Diablo 3 – Interview mit Jay Wilson

Hier haben wir eine Zusammenfassung über diverse Interviews von Jay Wilson, welche in Leipzig auf der GamesConvention gegeben wurden.

Bei Blizzard hat man -so hat es den Anschein- wohl zu Beginn des Designprozesses versucht, die Kernelemente aus Diablo 2 herauszufiltern, die das Spiel so erfolgreich machten. Insgesamt sind sie dabei auf sieben Merkmale gestoßen, zu denen unter anderem die isometrische Kameraperspektive, die einfache Steuerung, die hohe Wiederspielbarkeit durch zufallsgenerierte Inhalte und das Item-System gehören. Sämtliche späteren Entscheidungen wurden erst getroffen, nachdem ihre Auswirkungen auf diese Kernelemente klar waren.

All of these things—there are about seven things we identified that are really, really important. And a lot of those, for us, don’t matter that much at all. They’re much more malleable. That was one of the things that we, us working on the project, had those core competencies that we can always look back and say, whenever we wanted to make a decision, was it part of one of these? And if it wasn’t, throw it out.

Auf den Designprozess der Spielcharaktere angesprochen erklärte Wilson, dass man vor allem große Unterschiede zwischen den Klassen im Spiel erreichen möchte.

Schon allein wenn der Name fällt, soll dem Spieler klar sein, was die Figur ist und was man mit ihr anstellen kann. Abschließend wurde Wilson noch auf das Sound-Design angesprochen und ob man denn die alten Effekte, die wahrscheinlich jedem Diablo-Spieler in Fleisch und Blut übergegangen sind, wiederverwendet werden. Schön zu hören ist, dass der selbe Mitarbeiter, der schon bei Diablo 2 für diese Aufgabe zuständig war, auch an Diablo 3 arbeitet. Insgesamt wird man höchstwarscheinlich die gleichen Sounds beibehalten, allerdings in verbesserter Tonqualität.

Extravideo zur Grafikkontroverse von Sozou

„Was lange währt wird endlich gut.“

Das wird man denken, wenn man sich das Werk eines gewissen Sozou anschaut, denn er hat es geschafft, die Kritik des neuen Grafikstils von Diablo 3 auf ein neues Level zu bringen, dabei hat er den gesamten Dungeon-Teil des Gameplay-Trailers nach seinen Vorstellungen verändert. Das Ergebnis könnt Ihr Euch auf seiner Seite ansehen. Unter Beachtung von Jay Wilsons Kritik an den mehr oder weniger “manipulierten” Screenshots ist das recht interessant.

Außer dem Video sind auf seiner Seite auch Screenshots von der überarbeiteten Fassung und ein kurzer Videovergleich zu finden. Sozous Vorstellungen waren eine farblich entsättigte Umgebung aber mit immer noch bunten Zauberspruch- und Skilleffekten , sowie ein insgesamt „dreckiges“ Gesamtbild mit gröberen Kanten. Die Außenwelt hat er aber unangetastet gelassen, weil sie seiner Meinung nach schon ganz gut aussieht.

Auch wenn Blizzard einer Überarbeitung bereits eine klare Absage erteilt hat, ist es trotzdem interessant zu sehen, wie ein “dunkles” Diablo 3 aussehen könnte. In den früheren Designstadiwn soll das Spiel auch deutlich dunkler und düsterer ausgesehen haben. Blizzard hatte sich jedoch aus mehreren Gründen gegen das etwas düstere Design entschieden. Dazu zählte vor allem die schlechtere Gegneridenfikation und das monotone Gesamtbild , das in einem kurzen Shooter vielleicht funktioniert, aber bei einem auf Langzeitmotivation angelegten Spiel wie Diablo sehr schnell langweilig wird.

Wird das neue Battle.net ein Social Network ?

Weil neue Informationen zum kommenden Hack’nSlay Spektakel mittlerweile so selten geworden sind , könnte man auf den Gedanken kommen, dass bei Blizzard entweder die wartenden Diablo-Fans vergessen oder eine Nachrichtensperre bis zur BlizzCon erteilt wurde. Das Interview von Crispy Gamer mit Blizzards Co-Gründer Frank Pearce und PR-Beauftragten Bob Colayco über StarCraft 2 , fielen aber dennoch ein paar Aussagen zum neuen Battle.net, die wir Euch nicht vorenthalten werden.

Some of the ambitious goals that we have in terms of the online experience and Battle.Net — bringing that to the next level, and contemplating the things that are going on in social networks and other online gaming services like Xbox Live — I think that’s where we’re going to have some of the biggest challenges.

Interpretiert man ein wenig, so hat man sich bei Blizzard anscheinend sogenannte „social networks“ , unter die beispielsweise das StudiVZ und andere Spiele-Netzwerke , wie Xbox Live oder Steam fallen, genau angesehen. Da sich die Herren aber wieder sehr bedeckt gehalten und eigentlich nichts wirklich handfestes gesagt haben, können wir weiterhin nur mutmaßen, was das am Ende für das Battle.net bedeuten wird.

Fest steht jedoch, dass für Starcraft 2, eine DirectX 10 Unterstützung vorhanden sein wird , sowie warscheinlich auch für Diablo 3. Für richtige Informationen zum neuen Multiplayer-Portal werden wir aber wohl weiterhin auf die BlizzCon warten müssen. Dennoch hoffen wir, dass unsere Vermutung hinsichtlich der Nachrichtenebbe sich nicht als wirklich wahr erweisen wird. Es wäre schade, für einen so langen Zeitraum keine neuen Informationen zu bekommen.